Dünnschichtlasuren
Dünnschichtlasuren schützen Außenholz, ohne die natürliche Maserung deckend zu überarbeiten. WULFF liefert professionelle Holzlasuren für Fassadenbekleidungen, Fachwerk, Dachuntersichten, Zäune und weitere bewitterte Holzbauteile in unterschiedlichen Holzfarbtöne, tönbare Qualitäten sowie Systeme mit zusätzlichem Filmschutz.
Dünnschichtlasuren dort einsetzen, wo Holz arbeiten darf
Eine Dünnschichtlasur bildet deutlich weniger Schicht auf der Oberfläche als eine Dickschichtlasur. Sie dringt stärker in den Holzuntergrund ein und erhält einen offenporigeren Beschichtungscharakter. Das passt besonders zu Außenbauteilen, deren Form sich durch Feuchteaufnahme und -abgabe verändern darf.
Im professionellen Holzschutz liegen die typischen Einsatzbereiche deshalb bei nicht maßhaltigen und begrenzt maßhaltigen Bauteilen. Auf maßhaltigen Bauteilen kommen Dünnschichtlasuren dagegen häufig als Grundbeschichtung innerhalb eines weiterführenden Lasursystems zum Einsatz.
Imprägnierlasur oder Dünnschichtlasur: Wo liegt der Unterschied?
Die Begriffe überschneiden sich im Handel, sind aber nicht vollständig gleichzusetzen. Eine Imprägnierlasur für Holz ist häufig dünnschichtig formuliert und besitzt eine hohe Eindringtiefe. Einige Qualitäten enthalten zusätzlich eine Filmkonservierung.
Daraus folgt aber nicht, dass jede Dünnschichtlasur gleichzeitig ein zugelassenes Holzschutzmittel ist. Ein Filmschutz schützt den Beschichtungsfilm vor mikrobiellem Befall. Ein Holzschutzgrund mit biozider Zulassung verfolgt einen anderen Zweck und wird bei entsprechend gefährdetem, unbehandeltem Außenholz separat eingesetzt.
Für die Materialplanung sollte daher getrennt geprüft werden: Braucht das Holz eine vorbeugende Imprägnierung oder lediglich einen lasierenden Wetterschutz?
Farbton und UV-Schutz bei Dünnschichtlasuren
Lasuren lassen die Holzzeichnung sichtbar. Der spätere Farbton entsteht deshalb aus Lasurfarbton, Auftragsmenge und Eigenfarbe des Holzes. Auf bereits vergrautem oder fleckigem Bestand wirkt derselbe Lasurton anders als auf neuem, gleichmäßig geschliffenem Holz. Eine Musterfläche am Originaluntergrund ist deshalb besonders bei Renovierungen sinnvoll.
Für Außenflächen ist auch die Pigmentierung relevant. Pigmentierte Lasuren unterstützen den Schutz des Holzes vor UV-Strahlung. Farblos sollte außen nicht pauschal als alleiniger Aufbau verwendet werden, sondern nur, wenn das jeweilige System dies ausdrücklich zulässt.
Dünnschichtlasur im WULFF Shop bestellen
Bei WULFF finden Maler- und Tischlerbetriebe Dünnschichtlasuren in verschiedenen Holztönen sowie tönbare Qualitäten für unterschiedliche Außenanwendungen. Je nach Anforderung stehen auch Varianten mit zusätzlichem Filmschutz zur Auswahl.
Für den kompletten Lasuraufbau können passende Holzgrundierungen, Mittel- und Dickschichtlasuren sowie Pinsel und Bürsten direkt ergänzt werden. So lässt sich das Material auf Holzart, Bauteil und vorhandenen Untergrund abstimmen.
Häufige Fragen zu Dünnschichtlasuren
Kann man eine Dünnschichtlasur direkt auf verwittertes Holz streichen?
Nicht auf lose oder vergraute Holzfasern. Diese müssen bis zum tragfähigen Holz entfernt werden. Anschließend schleifen und entstauben. Bei freigelegtem Außenholz prüfen, ob vor der Lasur ein Holzschutzgrund erforderlich ist.
Ist eine Imprägnierlasur dasselbe wie ein Holzschutzgrund?
Nein. Eine Imprägnierlasur ist eine lasierende Beschichtung und kann je nach Rezeptur einen Filmschutz besitzen. Ein zugelassener Holzschutzgrund dient dagegen dem vorbeugenden Schutz des Holzes gegen die jeweils ausgewiesenen Organismen. Beide Produkte können Bestandteil eines Aufbaus sein, erfüllen aber unterschiedliche Funktionen.
Warum sind viele Dünnschichtlasuren nicht wasserverdünnbar?
Lösemittel ziehen deutlich tiefer in die Holzporen ein als wasserbasierte Systeme, weil die Bindemittelmoleküle kleiner und die Oberflächenspannung geringer ist. Wasserbasierte Dispersionen neigen dagegen eher dazu, an der Holzoberfläche einen dünnen Film zu bilden, statt einzuziehen. Für die gewünschte Imprägnierwirkung einer Dünnschichtlasur ist das lösemittelhaltige System deshalb meist die wirksamere Wahl.
Kann man eine Dünnschichtlasur als Grundierung unter einer deckenderen Lasur verwenden?
Ja. Die niedrige Viskosität lässt das Bindemittel tief in die Holzporen vordringen und dort eine Art Anker bilden, an dem sich die nachfolgende Mittelschicht- oder Dickschichtlasur besser festhält als auf unbehandeltem Holz. Ohne diese Vorbehandlung hätte die Deckschicht auf saugfähigem, rohem Holz eine deutlich unregelmäßigere Haftung.
Kann man mit einer Dünnschichtlasur auch spritzen oder rollen?
Nein. Die dünnflüssige Konsistenz, die für das Einziehen ins Holz nötig ist, würde beim Rollen oder Spritzen zu Läufern und ungleichmäßigem Auftrag führen, vor allem an senkrechten Flächen. Mit dem Pinsel lässt sich die Lasur dagegen gezielt in Faserrichtung einarbeiten und überschüssiges Material sofort verteilen.