Schleifteller für Lackierarbeiten
Schleifteller verbinden Schleifmaschine und Schleifmittel und beeinflussen damit Abtrag, Schleifbild, Staubabsaugung und die Führung auf der Fläche. Bei WULFF finden Lackierer unterschiedliche Tellerhärten, Lochbilder, Aufnahmen und Durchmesser für Exzenter-, Rotations- und Spezialschleifer.
Schleifteller und Stützteller für unterschiedliche Schleifsysteme
Der Teller bestimmt, wie direkt das Schleifmittel auf die Oberfläche arbeitet. Gleichzeitig muss er die Scheibe sicher führen und bei abgesaugten Systemen den Schleifstaub möglichst ungehindert zur Maschine weiterleiten. Im WULFF Sortiment finden sich dafür klassische Grip- und Klettsysteme ebenso wie Gummi-, Haft- und Spezialstützteller.
Gripteller und Klettstützteller für schnellen Scheibenwechsel
Ein Gripteller beziehungsweise Klettstützteller hält die Schleifscheibe über eine Klettstruktur. Der Vorteil im Reparaturprozess: Körnungen lassen sich schnell wechseln, ohne Klebereste zu entfernen oder eine neue Scheibe exakt aufzukleben.
Das System eignet sich besonders für Exzenterschleifer, bei denen während Spachtel-, Füller- und Feinschliff mehrfach zwischen unterschiedlichen Schleifmitteln gewechselt wird. Im WULFF Sortiment stehen unter anderem Grip-, Hookit- und klassische Klettausführungen zur Auswahl.
Bei häufiger Nutzung sollte auch die Klettfläche kontrolliert werden. Hält die Scheibe trotz intakter Rückseite nicht mehr sauber, ist oft nicht das Schleifmittel, sondern der verschlissene Teller die Ursache.
Haftstützteller und Gummistützteller für spezielle Schleifmittel
Nicht jedes Schleifmittel wird geklettet. Haftstützteller sind für entsprechende selbsthaftende beziehungsweise systemspezifische Schleifmittel vorgesehen. Im WULFF Sortiment findet sich beispielsweise ein Haftstützteller für entsprechende Oberflächenbearbeitungsscheiben. Daneben gibt es Gummistützteller sowie Schnellwechselteller für kleine Speed-Lok-Scheiben.
Schleifteller weich, mittel oder hart
Die Tellerhärte beeinflusst direkt, wie stark die Schleifscheibe der Karosserieform folgt. Ein harter Schleifteller führt anders als ein weicher Teller oder ein zusätzliches Interface Pad.
Harte Schleifteller für plane Flächen und direkte Führung
Ein harter Teller gibt unter Belastung wenig nach. Dadurch bleibt das Schleifmittel auf ebenen Flächen stabil geführt und arbeitet vergleichsweise direkt.
Das ist sinnvoll, wenn eine Fläche kontrolliert bearbeitet werden soll und der Teller vorhandenen Vertiefungen nicht unnötig folgen soll. Auf stark gewölbten Karosserieteilen kann derselbe Aufbau jedoch zu steif sein.
Medium-Schleifteller für viele Karosseriearbeiten
Medium-Teller liegen zwischen direkter Führung und Anpassungsfähigkeit. Sie decken deshalb viele typische Arbeiten mit dem Exzenterschleifer ab.
WULFF führt beispielsweise mehrere mittlere Grip- und Multiloch-Teller für professionelle Schleifsysteme. Wer überwiegend unterschiedliche Karosserieflächen bearbeitet und keinen extrem harten oder weichen Aufbau benötigt, landet häufig in dieser Tellerklasse.
Weiche Schleifteller und Interface Pads für Konturen
Ein weicher Teller folgt Rundungen und Konturen. Noch mehr Anpassung lässt sich durch ein Interface Pad zwischen Schleifteller und Schleifscheibe erreichen. Solche Softauflagen eignen sich besonders gut für gerundete Oberflächen und Konturenschliff. Die zusätzliche Schaumschicht reduziert die direkte Kantenwirkung des Tellers.
Lochbild, Tellergröße und Aufnahme müssen zur Maschine passen
Ein Schleifteller muss technisch zur verwendeten Schleifmaschine passen, damit er sicher läuft und die Absaugung zuverlässig funktioniert. Entscheidend ist deshalb nicht nur der Durchmesser. Auch die Aufnahme beziehungsweise das Gewinde müssen zur Maschine passen.
Bei abgesaugten Schleifsystemen sollte zusätzlich das Lochbild von Teller und Schleifscheibe aufeinander abgestimmt sein, damit der Schleifstaub möglichst direkt abgeführt wird. So arbeitet das Schleifmittel gleichmäßiger und setzt sich weniger schnell zu.
Schleifteller nach Lochbild, Größe und Anwendung
Neben der Tellerhärte müssen Lochbild, Durchmesser und Aufnahme zum vorhandenen Schleifsystem passen. Für die Auswahl sind vor allem diese drei Punkte relevant:
- Multiloch-Schleifteller: Für Trockenschliff mit Absaugung. Je besser die Öffnungen von Schleifscheibe und Teller zusammenpassen, desto zuverlässiger wird der Schleifstaub abgeführt und desto langsamer setzt sich das Schleifmittel zu.
- 125- und 150-mm-Schleifteller: 125-mm-Teller eignen sich besonders für kompaktere Maschinen und kleinere Arbeitsflächen. Im Karosserie- und Füllerschliff sind auch 150-mm-Systeme verbreitet. Zusätzlich zum Durchmesser muss die Maschinenaufnahme passen.
- Spezialteller für Spot Repair und Finish: Kleine Blütenstützteller unterstützen die punktuelle Lackkorrektur. Für Polierarbeiten kommen Polierstützteller zum Einsatz. Filz- und andere Spezialteller sind für jeweils dafür vorgesehene Schleif- oder Finishmedien ausgelegt.
Häufige Fragen zu Schleiftellern
Was ist der Unterschied zwischen Schleifteller und Stützteller?
Die Begriffe werden im Werkstattalltag häufig synonym verwendet. Gemeint ist die Aufnahme zwischen Maschine und Schleifmittel. „Stützteller“ betont dabei stärker die Funktion als Träger der Schleif- oder Polierscheibe.
Was ist der Unterschied zwischen Gripteller und Klettstützteller?
Technisch arbeiten beide mit einem wiederlösbaren Klettprinzip. „Grip“ ist eine bei professionellen Schleifmittelsystemen verbreitete Bezeichnung für diese Aufnahme. Wichtig ist weniger der Begriff als die Kompatibilität zwischen Teller und Scheibenrückseite.
Wann braucht man ein Interface Pad?
Wenn die vorhandene Tellerhärte auf Rundungen, Sicken oder Konturen zu direkt arbeitet. Die weiche Zwischenlage sitzt zwischen Stützteller und Schleifscheibe und erhöht die Anpassungsfähigkeit. Mirka empfiehlt entsprechende Softauflagen ausdrücklich für Konturenschliff.
Muss das Lochbild des Stütztellers zur Schleifscheibe passen?
Ja, besonders bei abgesaugtem Trockenschliff. Verdeckt der Teller Öffnungen der Schleifscheibe, verschlechtert sich die Staubabfuhr. Multiloch- und Netzsysteme sind deshalb auf eine möglichst großflächige Absaugung ausgelegt.
Kann man einen 125-mm-Schleifteller auf jede Exzenterschleifmaschine montieren?
Nein. Neben dem Durchmesser müssen Gewinde beziehungsweise Aufnahme, zulässige Drehzahl, Lochbild und Maschinenfreigabe passen. Im WULFF Sortiment stehen verschiedene Anschlüsse zur Verfügung, darunter 5/16", M8 und M14.